Prolog

Mich hat es seit dem ich sprechen konnte immer sehr glücklich gemacht, wenn ich Menschen dazu bringen konnte, mir zuzuhören, zu lachen und etwas über sich selbst herauszufinden. Oder auch über mich herauszufinden. Meine ganze Schulzeit über, schrieb ich Geschichten – ohne eigentlich genau zu wissen warum und wie. Aber ich schrieb sie und Menschen hörten mir zu, waren bewegt und erkannten sich wieder. Am Ende meiner Schulzeit war ich bereit, die Welt zu erobern.

 

In einem Anfall jugendlichen Leichtsinns habe ich mich dann für ein Jurastudium entschieden. Ich dachte damit etwas bewegen zu können. Ich wollte die Welt retten, Politiker werden, Diplomat oder irgendetwas anderes, was für dieses Ziel einen Sinn macht.

 

Zehn Jahre später saß ich in einer großen Anwaltskanzlei mit teuren Designmöbel in einem eleganten Anzug. Und ich musste feststellen, dass ich in den letzten zehn Jahren sehr konsequent und erfolgreich Folgendes erreicht hatte: Ich machte einen Job, der mir keinen Spaß machte, um mir Dinge kaufen zu können, die ich nicht brauchte, um Menschen zu beeindrucken, die ich nicht mochte. War es das, weshalb ich losgezogen war?

 

Ich brach auf und traf ausgerechnet in Moskau, im schneereichsten Winter seit 50 Jahren, auf Menschen, die in mir das Gefühl und die Hoffnung weckten, dass ich aus dieser Misere noch aussteigen kann.

 

Fast zwei Jahre irrte ich danach umher, versuche diesen Job und jenen, arbeitet wieder als Anwalt und nahm mir wieder vor, dass ich nie wieder als Anwalt arbeiten werde. Am Ende dieser Zeit stand eine einfache und wichtige Erkenntnis, die für mich heute ganz klar einfach erscheint. Sie zu gewinnen war ein leidvoller Weg, ich musste viele Federn lassen und lasse sie noch heute. 

 

Ich lasse mehr als zehn Jahre hinter mir, die ich als Jurist verbracht habe. Ich nehme mit, was ich in der Zeit über mich gelernt habe, was ich über Menschen gelernt habe und über die Art und Weise, wie man komplexen Problemen auf den Grund geht. In meinem Studium und Beruf habe ich gelernt, wie man die „richtigen“ Probleme findet. Damit im Gepäck lerne ich seit Oktober 2013, wie man Geschichten in der Werbung erzählt – an einer Akademie in Hamburg, der Texterschmiede. Mit 31 Jahren bin wieder Praktikant, mit einem kleinen WG-Zimmer, einer 75 Stunden Lern- und Arbeitswoche, neuen Schulden und einer Mission, die mein täglicher Antrieb dafür ist, aufzustehen und zu tun, was mich schon immer glücklich gemacht hat: gute Geschichten erzählen. Auf meinem Weg vom Anwalt zum Werbetexter werde ich viel auf die Fresse kriegen, leiden, mit der kalten Realität konfrontiert werden, niedergeschlagen werden und hoffentlich wieder aufstehen. Ich werde hoffentlich das finden, was für mich so etwas wie ein „glückliches Leben“ sein könnte und vor allem eins: bei allem auch eine Menge Spaß haben und richtigen geilen Scheiß fabrizieren.

 

Ich lade Dich ein, mit mir diese Geschichte zu erleben. Hier ist mein Tagebuch.

 


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(Inspiration und Frittensalate gibt es überall zwischendrin)

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